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Hochsensibilität

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..wenn die Welt in all ihren Facetten wahrgenommen

&

genauso differenziert verarbeitet wird..

Vielleicht ist Ihnen der Begriff schon einmal begegnet und Sie haben sich gefragt, was damit gemeint ist? Oder sie haben schon lange den Eindruck gehabt, dass Sie oder Ihr Kind irgendwie anders sind, als viele andere Menschen und suchen nach Erklärungen und Hilfestellungen im Umgang?

Viele Menschen erleben sich oder ihre Kinder als besonders feinfühlig, reizoffen, intensiv oder tief verarbeitend. Für diese Erfahrungen hat sich in den letzten Jahrzehnten der Begriff Hochsensibilität etabliert.

 

Vielleicht treffen einige der hier genannten Punkte auf Sie, Ihre(n) Partner*in oder Ihr Kind / bzw. das Ihnen anvertraute Kind zu:

​​

  • besonders starke Reaktion auf Geräusche, Gerüche, grelles Licht oder auf kratzende Kleidung

  • beim Betreten eines Raumes ist Ihnen sofort klar, welche Stimmung herrscht, oder wie es Ihrem Gegenüber geht

  • Sie streben nach einem tieferen Verständnis von Wahrheit, sind sehr neugierig und wissbegierig und mögen herausfordernde Denkaufgaben oder befassen sich sehr früh oder intensiv mit Fragen der Gerechtigkeit

  • Sie haben eine sehr reiche Vorstellungskraft

  • Sie spüren sehr intensiv Ihre Gefühle und machen sich sehr viele Gedanken über Ihre Mitmenschen

  • Sie sind besonders energiegeladen und lieben die Bewegung ihrer selbst willen

  • Sie sind schneller erschöpft oder überreizt, als andere Personen und zeigen dann evtl. aggressives oder depressives (oder anderes für die Umwelt schwer nachvollziehbares) Verhalten und fragen sich "Warum?"

 

Oder

  • Sie merken, dass Ihr Kind häufig mit seinem / ihrem Verhalten aneckt 

  • Sie wurden schon von Erzieher*innen oder Lehrer*innen auf die Andersartigkeit Ihres Kindes angesprochen und Ihnen wurde nahegelegt ihr Kind diagnostisch abklären zu lassen 

  • Sie haben das Verhalten Ihres Kindes diagnostisch abklären lassen, sind sich aber unsicher, ob die Diagnose wirklich passt und wie Sie nun mit Ihrem Kind umgehen sollen?

Die Forschung zum Thema Hochsensibilität entwickelt sich stetig weiter.

Während einige Wissenschaftler:innen Hochsensibilität als angeborene Temperaments- bzw. Persönlichkeitsausprägung verstehen, betonen andere stärker die Bedeutung von Bindungserfahrungen, Stress, Trauma, Entwicklung und der individuellen Anpassungsfähigkeit des Nervensystems.

Wahrscheinlich greifen diese Erklärungsansätze ineinander und beschreiben unterschiedliche Aspekte desselben Phänomens.

 

Die wissenschaftliche Forschung hat bisher gezeigt:

Menschen unterscheiden sich darin, wie intensiv sie Reize wahrnehmen, Informationen verarbeiten und auf ihre Umwelt reagieren.

Das zur Zeit am besten wissenschaftlich belegte Merkmal von Hochsensibiliät ist die vertiefte/gründlichere Reizverarbeitung. HSP nehmen Reize aus ihrem Inneren und ihrer Umwelt besonders aufmerksam wahr und verarbeiten diese gründlicher. Dadurch werden mehr Informationen gleichzeitig berücksichtigt - was viele Stärken mit sich bringt, aber auch dazu führen kann, dass das Nervensystem schneller überlastet.

Der Begriff Hochsensibilität ist derzeit keine medizinische Diagnose, sondern ein wissenschaftlich diskutiertes Konzept. Viele Menschen erkennen sich in den Beschreibungen von Elaine Aron wieder.

Gleichzeitig wird weiterhin erforscht, welche Rolle genetische Veranlagung, Temperament, Gehirnentwicklung, Bindungserfahrungen und Umweltbedingungen dabei spielen.

In der Forschung werden verschiedene Bereiche beschrieben, in denen Menschen eine erhöhte Sensitivität erleben können. Dazu zählen:

- sensorische Sensitivität

- emotionale Sensitivität

- intellektuelle Sensitivität

- imaginative Sensitivität

- psychomotorische Sensitivität

 

Nicht jeder Mensch erlebt alle Bereiche gleich stark. Jeder Mensch bringt ein individuelles Profil aus Stärken, Herausforderungen und Bedürfnissen mit.

 

Je besser wir unser eigenes Nervensystem verstehen, desto leichter können wir angemessen für uns sorgen, Grenzen wahrnehmen, Ressourcen nutzen und unsere Stärken entfalten.

 

Das gilt ebenso für Kinder:

Werden ihre Besonderheiten verstanden und ernst genommen, entstehen häufig mehr Gelassenheit, weniger Missverständnisse und bessere Möglichkeiten für eine gesunde Entwicklung.

In meiner Arbeit verstehe ich Hochsensibilität nicht als starres Etikett, sondern als einen möglichen Zugang, das eigene Erleben oder das Verhalten eines Kindes besser zu verstehen. Entscheidend ist für mich nicht die Bezeichnung, sondern die Frage:

 

Was braucht dieses Kind oder dieser Mensch mit genau seinem Nervensystem, seiner Geschichte und seinen Stärken?

Mir ist dabei besonders wichtig, Verhalten nicht vorschnell zu erklären.

Manche Reaktionen können Ausdruck eines sensiblen Temperaments sein, andere entstehen vor allem durch Stress, belastende Erfahrungen oder unsichere Bindungen.

Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Deshalb schaue ich gemeinsam mit Ihnen nicht nur auf den Begriff Hochsensibilität, sondern immer auf den Menschen als Ganzes.

Ich selbst erkenne mich in vielen Beschreibungen hochsensibler Menschen wieder. Gleichzeitig weiß ich aus eigener Erfahrung und aus meiner fachlichen Arbeit, wie unterschiedlich sich Sensibilität zeigen kann.

 

Mit meiner Arbeit möchte ich dazu beitragen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich selbst besser verstehen, ihre Bedürfnisse ernst nehmen und ihre individuellen Potenziale entfalten können – unabhängig davon, welche Begriffe wir dafür verwenden.

 

Sehr gerne begleite ich Sie dabei, Ihren eigenen Weg oder den Ihres Kindes besser zu verstehen und passende Strategien für den Alltag zu entwickeln.

Wenn Sie Ihr Kind im Begriff Hochsensibilität wiederfinden und mehr Verständnis, Sicherheit und Verbindung entwickeln möchten, dann könnte mein Elternkurs "Hoch 5" für Sie interessant sein. 

Ich komme sehr gerne in Ihr Team oder berate Sie in meiner Praxis und unterstütze Sie im Umgang mit Kindern, die Sie mit ihrem besonderen Verhalten herausfordern. Ich bringe meinen ressourcenorientierten Blick von Außen, mein ganzes Fachwissen und meine Erfahrung gewinnbringend für Sie und die Ihnen anvertrauten Kinder ein. So wird mehr Verbindung, Entfaltung und Leichtigkeit im Arbeitsalltag möglich.

Wenn wir verstehen, welcher Sinn hinter dem gezeigten Verhalten von Kindern steht, ist es möglich professionell, hilfreich und angemessen zu agieren.

Ich unterstütze Sie gerne auch mit wirksamen und gut umsetzbaren Tools für Ihren Arbeitsalltag, damit Sie sich selber als handlungsfähig und sicher erleben können.

Weißes Schneckenhaus
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